Vorläufige Zahlen 2017: SV erwartet gute Geschäftsergebnisse

  • Sehr erfolgreiches Jahr für den Gebäudeversicherer
  • SV punktet mit modernen Produktlösungen für Privat- und Firmenkunden
  • Betriebliche Altersversorgung weiter sehr gefragt
  • SV erwartet gutes Kapitalanlageergebnis und rüstet sich für die Digitalisierung

Die SV SparkassenVersicherung (SV) blickt auf ein gutes Geschäftsjahr zurück. „Wir konnten mit unseren modernen Produktlösungen für Privat- und Firmenkunden und mit unserem Schadenmanagement gute Ergebnisse erzielen. Wir sind sehr zufrieden“, sagt Vorstandsvorsitzender Ulrich-Bernd Wolff von der Sahl.

Nach den vorläufigen Geschäftszahlen sanken die gebuchten Bruttobeiträge im Konzern zwar um 3,9 Prozent auf 3,23 Milliarden Euro (Vorjahr: 3,36), sie liegen aber auf dem guten Niveau von 2015. Grund dafür war der erwartete Rückgang des volatilen Geschäfts mit Einmalbeiträgen in der Altersvorsorge nach einem extrem starken Vorjahr. Dank des ausgewogenen Mixes ihrer Kapitalanlagen erwartet die SV für 2017 ein gutes Kapitalanlageergebnis. Nach vorläufigen Zahlen liegt die Nettoverzinsung der SV Lebensversicherung und der SV Gebäudeversicherung auf rund 4,2 bzw. 2,8 Prozent.

Der Konzernchef zu den Themen für 2018: „Die Digitalisierung wird in den nächsten Jahren in der Versicherungsbranche weiter an Fahrt aufnehmen. In dem Digitalisierungsprogramm „SV Digital“ haben wir unsere Aktivitäten gebündelt, um gezielt und konsequent voranzuschreiten. Die bisherigen Ergebnisse zeigen, dass wir uns auf einem guten Weg befinden. Im Zentrum aller Entwicklungen stehen die Bedürfnisse des modernen Kunden, der alle Wege der Kommunikation nutzen möchte, dazu Wert legt auf schnellen Kundenservice und flexible Produkte zu marktgängigen Preisen.“

Sehr erfolgreiches Jahr für den Gebäudeversicherer

Die Geschäfte mit Schaden-Unfallversicherungen liefen sehr erfolgreich. „Wir erwarten mit 49,6 Millionen Euro (42,4) erneut ein sehr gutes Jahresergebnis„, sagt Ulrich-Bernd Wolff von der Sahl. Die gebuchten Bruttobeiträge stiegen um 3,9 Prozent und überschreiten erstmals 1,51 Milliarden Euro (1,45). Der Gebäudeversicherer entwickelte sich deutlich besser als der Markt. Die Beiträge wuchsen vor allem in den privaten Sachversicherungen (+5,1 %) und hier in den Sparten Wohngebäude (+5,2 %), Hausrat (+4,3 %) sowie in den Unfallversicherungen (+8,9 %) und Kraftfahrtversicherungen (+4,4 %).

Das Neugeschäft nach Bestandsbeitrag liegt mit 98,2 Millionen Euro (99,2) auf Vorjahresniveau. Insgesamt kamen knapp 420.000 neue Verträge hinzu. Besonders gut lief das Geschäft bei den Kraftfahrtversicherungen und in den privaten Sachversicherungen.

Gefragter Rundumschutz für Privatkunden

Überzeugen konnte die SV erneut mit ihrem PrivatSchutz für Privatkunden. 2017 wuchs der Bestand um 273.000 Verträge an. Die SV hat nun 1,61 Millionen Verträge (1,34) mit einem Beitragsvolumen von 255,4 Millionen Euro im Bestand.

Seit zwei Jahren bietet die SV im Rahmen von PrivatSchutz mit dem InternetSchutz einen Baustein, der unter anderem vor den finanziellen Folgen von Cyberkriminalität schützt. Bis Ende 2017 verbuchte die SV hier rund 17.600 Verträge.

Im Kraftfahrtgeschäft stieg das Beitragsvolumen um 4,4 Prozent auf 250,9 Millionen Euro (240,2). Das Neugeschäft nach Bestandsbeitrag blieb stabil auf dem Vorjahresniveau von 48,9 Millionen Euro. Die Schaden-Kostenquote in Kraftfahrt beträgt 99,6 Prozent (98,1) und liegt damit das vierte Jahr in Folge unter der 100-Prozentmarke.

„Wir bieten den Menschen die richtigen Produkte und eine verlässliche Beratung über unsere Vertriebspartner – den Sparkassen und unseren eigenen Außendienst „, erklärt Ulrich-Bernd Wolff von der Sahl. „Im Mai ergänzen wir unseren PrivatSchutz und integrieren mit dem E-BikeSchutz einen neuen Baustein. Wir reagieren damit auf die zunehmend beliebter werdenden Pedelecs.“

Gelungener Schutz für Firmenkunden

Die SV konnte bei der SV Firmenpolice ein Beitragsplus von 8,3 Prozent auf 100,5 Millionen Euro (92,8) erzielen. Das Neugeschäft nach Bestandsbeitrag wuchs um 11,0 Prozent. Ende 2017 verzeichnete die SV einen Bestand von rund 413.500 Verträgen. Seit Anfang 2017 bietet die SV kleinen und mittleren Unternehmen den SV CyberSchutz für Internetrisiken an. Der Produktstart war erfolgreich, bis Ende 2017 wurden bereits knapp 1.300 Verträge policiert.

Sehr gute Schaden-Kostenquote

Auf der Schadenseite sanken die Ausgaben um 5,8 Prozent für das Geschäftsjahr auf 1.044,6 Millionen Euro (1.109,1), hier haben sich geringere Unwetterschäden und das gute Schadenmanagement bemerkbar gemacht. Die bilanzielle Schaden-Kostenquote sank in den Schaden-Unfallversicherungen auf 82,7 Prozent (92,2), liegt damit sehr deutlich unter der der Branche mit 95 Prozent.

Für die SV verlief das Unwetterjahr glimpflich. Die SV beziffert die Unwetterschäden des Jahre 2017 auf insgesamt 95,8 Millionen Euro, im Vorjahr waren das noch 206,6 Millionen Euro. 2017 zählt bei der SV damit zu den schadenärmeren Jahren.

Sturmserie zum Jahresbeginn 2018 – Schadenmanagement zahlt sich aus

2018 begann mit zwei schweren Winterstürmen. Sturmtief „Burglind“ verursachte am 3.1. einen deutschlandweiten Schaden in Höhe von rund 200 Millionen Euro, die SV rechnet in ihrem Geschäftsgebiet mit einem Schaden in Höhe von 25 Millionen Euro. Am 18.1. zog Orkan „Friederike“ über Deutschland hinweg und hinterließ, genau am elften Jahrestag von „Kyrill“, Schäden von rund einer Milliarde Euro. Das Geschäftsgebiet der SV wurde von „Friederike“ nur teilweise getroffen. Die SV rechnet mit rund 15.000 Schäden an Gebäuden und Fahrzeugen mit einem Schadenvolumen in Höhe von 30 Millionen Euro. „Wir waren jeweils schon am Folgetag vor Ort“, sagt Ulrich-Bernd Wolff von der Sahl. „Mit unserem professionellen Schadenmanagement können wir unseren Kunden einen schnellen Schadenservice bieten“.

Lebensversicherer: SV bietet Kunden modernes Produktportfolio

Die gebuchten Bruttobeiträge sanken in der Lebensversicherung um 9,8 Prozent auf 1,72 Milliarden Euro (1,91). Die laufenden Beiträge blieben mit 983,4 Millionen Euro auf dem sehr guten Vorjahresniveau. Die Einmalbeiträge gingen erwartungsgemäß nach einem extrem erfolgreichen Vorjahr auf 739,4 Millionen Euro (926,0) zurück. „Wir freuen uns, dass die Kunden weiterhin Wert legen auf eine dauerhafte Altersvorsorge, das zeigt die anhaltende stabile Entwicklung bei den laufenden Beiträgen und die sehr niedrige Stornoquote. Die Schwankungen bei den Einmalbeiträgen werten wir als normal und unbedenklich“, sagt Ulrich-Bernd Wolff von der Sahl.

Das Neugeschäft nach Beitragssumme sank um 10,7 Prozent auf 2,73 Milliarden Euro (3,06), liegt aber auf dem guten Niveau von 2015. Insgesamt wurden rund 130.000 Vorsorgeverträge bei der SV abgeschlossen. Gefragt waren vor allem indexbasierte Rentenversicherungen sowie die Produkte der betrieblichen Altersversorgung. Die Stornoquote liegt mit 3,9 Prozent weiterhin auf einem sehr niedrigen Niveau und deutlich unter der der Branche mit 4,2 Prozent (Stand 30.09.2017). Das zeigt, dass die Kunden an ihrer Altersvorsorge festhalten.

Stabile Nachfrage nach IndexGarant

Mit der Rentenversicherung IndexGarant hat die SV ein sehr gefragtes Altersvorsorgeprodukt auf dem Markt. Über 70 Prozent der verkauften Rentenversicherungen gingen auf das Konto des indexbasierten Produktes. 2017 wurden über 36.000 IndexGarant-Verträge in der privaten und betrieblichen Altersversorgung mit einer Beitragssumme von 1,6 Milliarden Euro (1,6) policiert. Immer beliebter wird das Produkt in der Schicht für geförderte Produkte. Hier bietet die SV die IndexGarant als Basis-Rente seit September 2016 an. Das Neugeschäft nach Beitragssumme der IndexGarant in der betrieblichen Altersversorgung stieg um 15,6 Prozent.

Die Vorteile der IndexGarant: Sie bietet die Sicherheit einer Rentenversicherung, aber durch den Index auch die Chancen des Kapitalmarktes. Jährlich zum Indexstichtag kann der Anleger zwischen den drei Indizes EuroStoxx, TrendPortfolio oder VolaIndexPerform oder auch in die sichere Verzinsung wechseln.

VermögensPoliceInvest legt guten Start hin

Mit der VermögensPolice Invest bietet die SV seit Mai 2017 eine fondsgebundene Rentenversicherung ohne Beitragsgarantie an. Die SV spricht damit vor allem renditeorientierte Kunden an. Dabei kann der Anleger aus 30 Fonds auswählen. Die SV bietet auch einen Nachhaltigkeits-ETF an. Dieser investiert in die 30 größten nachhaltigen Unternehmen der Eurozone, basierend auf dem Rating der oekom research AG. Bis Ende 2017 wurden von der VermögensPoliceInvest rund 1.400 Verträge mit einer Beitragssumme in Höhe von 65,8 Millionen Euro policiert.

Betriebliche Altersversorgung weiterhin gefragt

Schon seit vielen Jahren setzt die SV auf die betriebliche Altersversorgung und baute ihren Beratungsansatz zu einem betrieblichen Gesamtversorgungssystem aus. Und das mit stabilem Erfolg. Das Neugeschäftsvolumen im SV-eigenen, bilanzwirksamen Geschäft in der Direktversicherung, Direktzusage und Unterstützungskasse sank nach Beitragssumme zwar um 5,7 Prozent auf 758,9 Millionen Euro (804,8) liegt aber weiterhin auf einem sehr hohen Niveau. Seit Anfang 2018 lenkt der Gesetzgeber mit dem Betriebsrentenstärkungsgesetz weiter den Fokus auf die Betriebsrente und macht sie für Arbeitnehmer interessanter. „Wir gehen davon aus, dass die Nachfrage nach Betriebsrenten weiter steigen wird“, erklärt Wolff von der Sahl.

SV rundet Produktportfolio ab

Die SV hat 2017 ihr Produktportfolio mit der Einführung der VermögensPoliceInvest in der Altersvorsorge komplettiert. Ulrich-Bernd Wolff von der Sahl. „Mit unserem Altersvorsorgeangebot sind wir nun zeitgemäß aufgestellt. Für alle Zielgruppen und Risikoneigungen gibt es ein entsprechendes Angebot, von der klassischen Lebensversicherung für sicherheitsorientierte Anleger bis hin zur renditeorientierte Fondslösung“. Auch bei den biometrischen Risiken Todesfall und Berufsunfähigkeit (BU) hat die SV ihr Angebot angepasst. Der BU-Schutz kann in allen Altersvorsorgeprodukten wie Riester-Renten, betrieblichen Altersversorgung, IndexGarantversicherungen oder Risikolebensversicherungen integriert werden.

Quelle: SV SparkassenVersicherung

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