Urlaub mit dem Auto: 5 Tipps für die sichere Reise

Auto ist liebstes Reisemittel der Deutschen. Wie Persönliches im Wagen sicher ist.

Westerstede – Deutschland, Spanien, Italien – das sind die beliebtesten Urlaubsziele der Deutschen, so die Studie „Reiseanalyse 2018“. Am häufigsten verreisen sie mit dem Auto (46 Prozent). Was unterwegs oder vor Ort gebraucht wird, fährt mit. Neben dem Gepäck gehören Ausweise und EC-Karten, das Smartphone, der E-Book-Reader für den Strand oder das Lieblingsspielzeug für die Kinder dazu. „All das will auf der Reise und vor Ort gut abgesichert sein“, sagt Kira Granz, Versicherungsexpertin der Ammerländer Versicherung. Es gibt verschiedene Maßnahmen, die helfen können:

Tipp 1: Versuchungen ausschalten

Sind wichtige persönliche Dinge oder gar der Wagen weg, ist der Urlaub gelaufen. Mit vorausschauendem Handeln lassen sich viele Versuchungen für Diebe ausschalten:

  • Den Zündschlüssel nicht unbeaufsichtigt lassen (z.B. in der Jackentasche in Garderoben/Umkleidekabinen).
  • Schlüssel auch bei kurzer Abwesenheit abziehen.
  • Beim Verlassen des Wagens kontrollieren, ob Fenster, Türen, Kofferraum, Schiebedach geschlossen und Gepäckträger gesichert sind.
  • Den Wagen auf belebten, gut beleuchteten Parkplätzen abstellen.
  • Übernachtungen: Gepäck, Wertsachen etc. entfernen, auch aus dem Kofferraum.
  • Parken: Wertvolles (Handy, Kamera, Geldbörse mit Bargeld etc.) nicht offen im Wagen liegenlassen. Bei längerer Dauer Halterungen für Smartphones/Navigationsgeräte entfernen.

Tipp 2: Versicherungsschutz abklopfen

„Es lohnt sich, vorab seinen Versicherungsschutz zu prüfen“, so die Expertin. Die Hausratversicherung springe in einigen Fällen ein, etwa bei Diebstahl aus dem Wagen oder Fahrraddiebstahl. „Je nach Produkt unterscheiden sich jedoch die Versicherungsbedingungen. Es ist wichtig, Punkte wie Geltungsbereich, Versicherungssummen, versicherte Sachen und versicherte Gefahren zu prüfen.“ Diese Fragen sollte man vor der Urlaubsreise klären:

  • Wie sehen die Bedingungen bei Diebstahl aus dem Wagen bzw. Fahrraddiebstahl aus?
  • Sind die Versicherungssummen hoch genug, z.B. wenn ich Tablet/E-Book-Reader mitnehme?
  • Sind auch für mich wichtige Gegenstände und Wertsachen/Ausweise/EC-Kreditkarten über den Schutz abgedeckt?
  • Welche Gefahren sind versichert (Einbruchdiebstahl, Diebstahl, Unfälle)?
  • Passt der Geltungsbereich meiner Versicherung zu meiner Reiseroute?

Tipp 3: Schutz für das Fahrrad gesondert prüfen

Ein Sonderfall ist der Urlaub mit dem eigenen Fahrrad. Dieser ist nach wie vor beliebt: 4,3 Millionen Radreisen waren es laut ADFC-Travelbike-Radreiseanalyse im Jahr 2017. Rund 64 Prozent der Urlauber transportieren ihr Rad mit dem Auto zum Startpunkt. Der Transport mit dem Fahrradträger sollte also abgedeckt sein. Da hochwertige Fahrräder, darunter auch E-Bikes und Pedelecs, beliebter werden, sollten die vereinbarten Versicherungssummen zudem hoch genug sein. Außerdem ist es gerade bei hochwertigen Modellen ratsam, Schäden durch Unfälle, Stürze, Teilediebstahl, Verschleiß oder Schäden an Akku und Motor von E-Rädern abzusichern.

Tipp 4: Versicherungsschutz ergänzen

Tun sich Lücken auf, sollte der Versicherungsschutz aufgestockt werden. „In einigen Fällen hilft es schon, die Hausratversicherung aufzustocken“, erklärt Kira Granz. Eine Möglichkeit seien Reisegepäckversicherungen, die es als integrierbare Bausteine oder als Einzelprodukte gebe. Ähnlich wie in der Standarddeckung vieler Hausratpolicen schränken diese jedoch häufig versicherte Sachen, Geltungsbereich und Versicherungssummen ein. Eine Alternative sind spezielle Nischenprodukte. Eine private Autoinhaltsversicherung umfasst beispielsweise alle beweglichen Gegenstände im Wagen. Für hochwertige Fahrräder, E-Bikes und Pedelecs kann sich zusätzlich eine Fahrrad-Vollkaskoversicherung lohnen. Je nach Nutzungsverhalten empfiehlt sich ein Produkt mit Schutzbrief. „Ein zusätzlicher Vorteil dieser Produkte ist, dass der Versicherungsschutz auch im Alltag gilt – also über die Urlaubsreise hinaus“, fasst die Expertin zusammen.

Tipp 5: Mit „Spickzettel“ gut vorbereitet

Passiert trotz aller Vorkehrungen etwas, muss schnell reagiert werden. Mitten im Geschehen ist es aber schwierig, einen klaren Kopf zu bewahren. Eine Liste mit wichtigen Kontakten ist daher nützlich:

  • Rufnummern für die Sperrung von EC-/SIM-Karten
  • Rufnummern zur Soforthilfe, etwa Schutzbriefe oder Autoclubs
  • Kontakte zu den wichtigsten Versicherungen

Darauf lässt sich dann im Ernstfall einfach zurückgreifen. Ein schriftlicher „Spickzettel“ ist hilfreich, da im Handy gespeicherte Kontakte ebenfalls weg sind, sollte das Telefon abhandenkommen.

Quelle: Ammerländer Versicherung

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